IMIS

Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien


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Neuerscheinungen / new publications

Jannis Panagiotidis, The Unchosen Ones. Diaspora, Nation, and Migration in Israel and Germany, Bloomington, IN: Indiana University Press 2019, paperback, ISBN 978-0-253-04362-7

Since the refugee crisis of 2015, the topic of migration has moved to the center of global political debates. Despite the frequently invoked notion that current developments are without historical precedent, migration has been a constant feature of contemporary history, particularly in Europe. Jannis Panagiotidis considers a particular type of migration, co-ethnic migration, where migrants seek admission to a country based on their purported ethnicity or nationality being the same as the country of destination. Panagiotidis looks at immigration from Germany to Israel in three individual cases where migrants were not allowed to enter the country. These rejections confound notions of an "open door" or a "return to the homeland" and present contrasting ideas of descent, culture, blood, and race. Panagiotidis shows that migration is never a simple matter of moving from place to place. Questions of historical origins, immigrant selection and screening, and national belonging are deeply ambiguous and complicate migration even in nations that are purported to be ethnically homogenous. Publisher

 

Frank Wolff, Die Mauergesellschaft - Kalter Krieg, Menschenrechte und die deutsch-deutsche Migration 1961-1989, suhrkamp taschenbuch wissenschaft 2297, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2019, ISBN 978-3-518-29897-8, auch als E-Book

Die Mauer sicherte nicht bloß eine Grenze, sie definierte Deutschland im Kalten Krieg. Von der aktiven Befürwortung über die stille Akzeptanz bis hin zum Widerstand einte die geteilte deutsche Gesellschaft, dass sie sich ihrer Existenz nicht entziehen konnte. In seiner brillanten und faktengesättigten Studie zeichnet der Historiker Frank Wolff diese Verhältnisse im Detail nach und zeigt unter anderem, dass die in der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit eher stiefmütterlich behandelte Forderung nach Reisefreiheit, der sich darum in der Bevölkerung entwickelnde Menschenrechtsdiskurs sowie die Ausreisebewegung selbst entscheidend für den Fall der Mauer waren. Zum Verlag

 

Helge Schwiertz, Migration und radikale Demokratie: Politische Selbstorganisierung von migrantischen Jugendlichen in Deutschland und den USA, Bielefeld: transcipt 2019, ISBN 978-3-8376-4832-4 (print) - ISBN 978-3-8394-4832-8 (Open Access E-Book)

Wie gelingt es migrantischen Jugendlichen, zu politischen Subjekten zu werden und für ihre Rechte einzutreten? Wie ist es möglich, sich Herrschaftsverhältnissen zu widersetzen und inwiefern bietet Demokratie hierbei einen Bezugspunkt?

Helge Schwiertz geht diesen Fragen nach, indem er eine radikaldemokratische Theorie entwickelt und diese mit einer qualitativen Studie zur Selbstorganisierung migrantischer Jugendlicher in Deutschland und den USA verbindet. Durch den Dialog von Empirie und Theorie trägt er damit sowohl zu einem differenzierten Verständnis migrantischer Kämpfe als auch zu demokratietheoretischen Debatten bei und zeigt auf, wie Grenzen demokratisiert werden können. Zum Verlag

 

Jochen Oltmer und Nikolaus Barbian, mit Illustrationen von Christine Rösch, Ein Blick in die deutsche Geschichte: Vom Ein- und Auswandern, Berlin: Jacoby & Stuart, 2. überarb. Aufl. 2019, 128 S., ISBN 978-3-946593-08-9, € 19,95 

Vergangenheit und Gegenwart Deutschlands sind gekennzeichnet durch ausgesprochen vielfältige grenzüberschreitende Ab- und Zuwanderungen sowie räumliche Bewegungen im Innern. In einem Jugendsachbuch blicken IMIS-Mitglied Jochen Oltmer und Co-Autor Nikolaus Barbian auf die deutsche Migrationsgeschichte und veranschaulichen an zahlreichen Beispielen, warum sich Menschen entschlossen, Deutschland zu verlassen oder Deutschland als Ziel ihrer Migration zu wählen, warum Einwanderung abgelehnt, aber auch zugelassen worden ist, auf welche Weise und aus welchen Gründen sich Deutschland seit vielen Jahrzehnten zu einer Einwanderungsgesellschaft entwickelte. Zahlreiche Illustrationen von Christine Rösch begleiten und ergänzen die Texte.

Christine Lang, Die Produktion von Diversität in städtischen Verwaltungen. Wandel und Bedeutung von Organisationen in der Migrationsgesellschaft, Wiesbaden: Springer VS 2019, ISBN 978-3-658-25954-9 (Softcover) - ISBN 978-3-658-25955-6 (e-Book)

Wie reagieren öffentliche Organisationen auf die migrationsbedingte Diversität? Das Buch untersucht städtische Verwaltungen und die Beschäftigung von Einwanderern und ihren Nachkommen. Anhand einer organisationssoziologisch basierten Studie zu Berliner Verwaltungen fokussiert es das Zusammenspiel verschiedener Praktiken, Strukturen und Kontexte, in dem Zugänge zur Beschäftigung hervorgebracht werden und sich unter Umständen verändern. Das Buch zeigt sowohl Triebkräfte organisationalen Wandels als auch Beharrungskräfte, die der Öffnung von Verwaltungen entgegenstehen und den Ausschluss von bestimmter ‚Diversität‘ zur Folge haben. Zum Verlag

 

 

Katherine Braun, Fabian Georgi, Robert Matthies, Simona Pagano, Mathias Rodatz und Maria Schwertl (Hg.), movements. Journal for Critical Migration and Border Regime Studies, Jg. 4, Heft 1/2018: Wissensproduktionen der Migration, Bielefeld: transcript 2018 214 S., ISBN 978-3-8376-4245-2

Das Journal movements versammelt wissenschaftliche, aktivistische und künstlerische Auseinandersetzungen mit Migrations- und Grenzregimen. Es fördert den Austausch zwischen wissenschaftlichen Analysen und den Bewegungen der Migration – und ist damit ein Ort für die politische Debatte über unsere Gesellschaften in Bewegung.

Diese Ausgabe widmet sich dem Wissen über und den Wissensproduktionen der Migration: Welche neuen Akteure der Wissensproduktion lassen sich ausmachen? Welche Verknüpfungen gibt es zwischen Wissen(schaft) und Politik? Und wie sieht eine kritische Perspektive in der Migrations- und Grenzforschung aus, die selbstreflexiv und machtkritisch in das Wissensfeld der Migration intervenieren möchte? Zum Verlag

Helen Schwenken, Globale Migration zur Einführung, Hamburg: Junius 2018, ISBN 978-3-88506-805-1

Dieser Band bietet eine sozialwissenschaftliche Einführung in Migrationsprozesse aus globaler Perspektive und auf dem aktuellen Stand der Diskussion. Er stellt gesellschaftliche Auseinandersetzungen um Migration ins Zentrum und denkt migrantische Perspektiven mit. Während die Migrationsforschung in Deutschland oft als Integrationsforschung betrieben wird, werden Migrationsphänomene in diesem Buch auch aus Sicht von Emigrations- und Transitländern betrachtet. Weitere Themen sind die soziale Konstruktion von Migration durch Statistiken, Migrationstheorien unterschiedlicher Schulen und Migration in genderanalytischer Hinsicht. Ob sich Migration steuern lässt und inwiefern die Unterscheidung von Flucht und Migration sinnvoll ist, sind weitere Fragen, die neben der wissenschaftlichen auch die politische Diskussion bestimmen. Zum Verlag

Andreas Pott / Christoph Rass / Frank Wolff (Hg.), Was ist ein Migrationsregime? What Is a Migration Regime?, Wiesbaden: Springer VS 2018, ISBN 978-3-658-20531-7 (Softcover) - ISBN 978-3-658-20532-4 (e-Book)

Der Begriff des Migrationsregimes erfreut sich großer Beliebtheit. Er verspricht einen analytischen Zugriff auf die Komplexität der Beziehung von Migration und Regulation. Dabei wird er jedoch sehr unterschiedlich genutzt und gedeutet. Die Herausgeber des Sammelbandes verstehen diese Vielstimmigkeit als einen Aufruf zur Debatte. Aufbauend auf einem längeren Austauschprozess auf Tagungen und Workshops haben sie Forscher*innen, die zentrale Fachrichtungen einer interdisziplinären Migrationsforschung und deren unterschiedliche Perspektiven vertreten, eingeladen, die Grundannahmen, Potentiale und Herausforderungen des Ansatzes zu diskutieren. Die so versammelten kritischen Einsichten in ein Schlüsselkonzept der modernen Migrationswissenschaft leuchten Wege aus, wie Fragen von Machtverteilung, Agency und Aushandlung systematischer in die Migrationsforschung einbezogen werden können. Zum Verlag

Victor Dönninghaus, Jannis Panagiotidis, Hans-Christian Petersen (Hg.), Jenseits der "Volksgruppe". Neue Perspektiven auf die Russlanddeutschen zwischen Russland, Deutschland und Amerika (Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Band 68), Berlin/Boston: De Gruyter/Oldenbourg 2018, ISBN 978-3-11-050141-4

Russlanddeutsche haben die Geschichte des Russländischen Reiches, der Sowjetunion und ihrer Nachfolgestaaten über Jahrhunderte mitgeprägt. Sie waren nicht nur zu unterschiedlichen Zeitpunkten und aus verschiedenen deutschsprachigen Regionen eingewandert, sondern lebten auch in weit entfernten Siedlungsgebieten voneinander getrennt, entwickelten sich in konfessioneller, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht unterschiedlich. Seit 1950 sind rund 2,4 Millionen von ihnen als (Spät)aussiedler nach Deutschland eingewandert. Trotz ihrer höchst heterogenen Geschichte werden die Russlanddeutschen bis heute vielfach als abgeschlossene und einheitliche Gruppe gesehen. Der Band möchte diese Sichtweise hinterfragen und neue Perspektiven der Forschung aufzeigen. Er ist einem transnationalen und verflechtungsgeschichtlichen Ansatz verpflichtet und bietet eine Kontextualisierung der Geschichte der Russlanddeutschen jenseits der lange Zeit dominierenden Vorstellung einer homogenen "Volksgruppe". Zum Verlag

Jochen Oltmer (Hg.), Migrationsregime vor Ort und lokales Aushandeln von Migration, Wiesbaden: Springer VS 2018, ISBN 978-3-658-18944-0 (Softcover) - ISBN 978-3-658-18945-7 (e-Book)

Der Band nimmt die für die Migrationsforschung grundlegende Frage auf, wer auf welche Weise vor dem Hintergrund welcher Interessen aus welchen Gründen Einfluss auf räumliche Bewegungen und Prozesse der Niederlassung von Migrantinnen und Migranten gewonnen hat und gewinnen kann. Die Beiträge unternehmen den Versuch, Untersuchungsebenen unterhalb des Nationalstaates zu entwerfen und damit auf Arenen der Aushandlung von Wanderungs- und Niederlassungsvorgängen zu blicken, die durch je spezifische lokale, nationale, imperiale, supranationale oder globale Migrationsregime gerahmt sind. Zum Verlag

 

 

Christoph Rass/Melanie Ulz (Hg.), Migration ein Bild geben. Visuelle Aushandlungen von Diversität, Wiesbaden: Springer VS 2018, ISBN 978-3-658-10442-9, auch als e-Book

Welche Bilder machen sich Gesellschaften von Migration? Welche Bedeutung haben die daraus entstehenden Bilderwelten für die Aushandlung von Identität und Zugehörigkeit unter der Bedingung zunehmender Diversität? Der vorliegende Band versammelt Beiträge eines weiten fachlichen Spektrums der interdisziplinären Migrationsforschung. Die Autorinnen und Autoren untersuchen Visualisierungsprozesse aus kultur- und sozialwissenschaftlicher Perspektive und arbeiten die Wirkmächtigkeit von Bildern unterschiedlicher medialer Formaten als Wirklichkeitskonstruktionen heraus, die unseren Umgang mit Migration und gesellschaftlichem Wandel prägen. 
Dieses Buch eröffnet ein interdisziplinäres Feld anhand exemplarischer Erkundungen, die theoretische und methodische Potentiale einer durch die visual culture studies informierten Migrationsforschung entwickeln. Zum Verlag