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Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien


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Willkommenskultur und Demokratie in Deutschland. Flüchtlingspolitische Initiativen als Orte aktiver Bürgerschaft, kollektiver Konfliktaushandlung und demokratischen Lernens

Kontakt

Samia Dinkelaker
Universität Osnabrück
IMIS
Fachgebiet Migration und Gesellschaft
Raum 03/121
49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4214
samia.dinkelaker@uni-osnabrueck.de

Förderung:

 
Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Laufzeit: 2017 bis 2020
Projektleitung:

Prof. Dr. Hans-Jürgen Bieling (Tübingen)
Prof. Dr. Helen Schwenken (Osnabrück)
Prof. Dr. Elisabeth Tuider (Kassel)

ProjektmitarbeiterInnen:

Nikolai Huke (Verbundkoordinator)
Samia Dinkelaker (Osnabrück)
Dr. Nikolai Huke (Tübingen)
Olaf Tietje (Kassel)

Weitere Informationen: http://welcome-democracy.de/

Als Reaktion auf den Flüchtlingszuzug, die temporäre Überlastung staatlicher Infrastrukturen und zum Teil in expliziter Abgrenzung zu rassistischen Übergriffen und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit kam es 2015 in Deutschland zu einer Welle der Hilfe durch zivilgesellschaftliche Organisationen, aber auch durch bisher kaum Engagierte. Demokratie in Deutschland steht zu diesem Zeitpunkt einer Reihe von Problemen gegenüber: Staatliche Infrastruktur ist in vielen Bereichen unterfinanziert, zahlreiche in Deutschland lebende Menschen sind durch fehlende Bürgerrechte von der politischen Partizipation ausgeschlossen, während der demokratische Grundkonsens in der Bevölkerung erodiert. Bestehende gesellschaftliche Konflikte in Deutschland verschärfen sich.

An der Universität Kassel, der Universität Osnabrück und der Eberhard Karls Universität Tübingen wird im Verbundprojekt vor diesem Hintergrund untersucht, wie sich Demokratie im Zuge der sogenannten „Willkommenskultur“ verändert hat.

Im Mittelpunkt stehen dabei drei Forschungsfragen: Tragen flüchtlingspolitische Initiativen durch ihre internen sozialen Formen zu einer inkludierenden demokratischen Willensbildung und Artikulation bei? Wie entwickeln oder verändern sich im Handeln der Initiativen demokratische Einstellungen und politische Subjektivitäten? Geht von ihnen ein demokratisierender Impuls für etablierte Entscheidungsfindungsstrukturen aus?