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Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien


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Hannah Niedenführ, M.A.; © Foto Erhardt, Osnabrück

Hannah Niedenführ, M.A.

Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung
und Interkulturelle Studien (IMIS)
Neuer Graben 19/21
Raum 03/325
49069 Osnabrück

Tel. +49 541 969 4224

hannah.niedenfuehr@outlook.de

Hannah Niedenführ

Afrikanistik & Migrationsforschung
Kindermigration – Subsahara-Afrika – Burkina Faso – Translokalität – translokale livelihoods – Aushandlungsprozess - Entwicklungspolitik - Gewaltmigration

Seit 03/2019 Mitglied des IMIS; seit 01/2018 Dissertationsprojekt zu Kindermigration in Burkina Faso; seit 12/2015 studentische/wissenschaftliche Hilfskraft am IMIS, u.a. für die "DeZIM-Vernetzungsstelle" sowie im BMBF-Verbundprojekt "Flucht, Forschung und Transfer"; 2017: Persönliche Referentin des Präsidenten der Universität Osnabrück; 2013: studentische Hilfskraft am Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg.

Studium: 2014-2017: Internationale Migration und Interkulturelle Beziehungen (IMIB) an der Universität Osnabrück (Abschluss: Master of Arts), 2010-2014: Afrikanische Sprachen und Kulturen (Hauptfach) und Jura (Nebenfach) an der Universität Hamburg sowie der INALCO Paris (Abschluss: Bachelor of Arts).

Dissertationsprojekt: Kindermigration in Burkina Faso

Kindermigration ist in Westafrika ein häufiges, wenn auch von der Wissenschaft und der breiten Öffentlichkeit vielfach wenig beachtetes Phänomen. Eine Migrationsform, bei der Kinder migrieren, ist deren Anvertrauung (‚confiage‘): Hierbei kann im burkinischen Kontext grob zwischen netzwerkinterner und netzwerkexterner Anvertrauung unterschieden werden. So werden Kinder bei der traditionellen confiage an Verwandte (netzwerkintern), bei der Migration von Talibé in Richtung von Koranschulen an ganz fremde Personen (netzwerkextern) abgegeben. Die geplante Arbeit zielt darauf ab, diese zwei unterschiedlichen Arten der Anvertrauung in Hinblick auf ihre Funktion für translokale Netzwerke und alltägliche (Über-)Lebensstrategien vulnerabler Bevölkerungsgruppen zu untersuchen. Es soll vergleichend herausgestellt werden, warum sich Eltern für die netzwerkinterne bzw. netzwerkexterne Form der Anvertrauung entscheiden. Einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit bildet die gesellschaftliche Aushandlung dieser Formen von Kindermigration: Auf welche Weise werden sie von wem wahrgenommen, und welche Bemühungen zur Beeinflussung der Kindermigration, z.B. im Rahmen von Politiken oder Hilfsprogrammen, lassen sich ausmachen? Diese Betrachtungsweise von Kindermigration greift eine strukturelle Lücke in der Migrationsforschung auf, in der die Migration von Kindern bislang kaum berücksichtigt wurde.

Publikationen

Hamm, Stefanie; Kennedy, Kaitlyn und Hannah Niedenführ 2018. Migration, Education, Creativity. Panel VI, in: Zeitgeschichte-online, Januar 2018, URL: https://zeitgeschichte-online.de/thema/migration-education-creativity

Niedenführ, Hannah 2018. Kindermigration in Burkina Faso: Die Praxis der „Anvertrauung“ (confiage). Bundeszentrale für Politische Bildung. (http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/kurzdossiers/268029/kindermigration-in-burkina-faso)

Steinbrink, Malte und Hannah Niedenführ 2017. Afrika in Bewegung - Translokale Livelihoods und ländliche Entwicklung in Subsahara-Afrika. Bielefeld: transcript, https://www.researchgate.net/publication/311257946_Afrika_in_Bewegung_Translokale_Livelihoods_und_landliche_Entwicklung_in_Subsahara-Afrika

Steinbrink, Malte und Hannah Niedenführ 2016. Translokale Livelihoods und ländlicher Strukturwandel im subsaharanischen Afrika (Gutachten im Auftrag des Seminars für Ländliche Entwicklung (SLE), Humboldt Universität Berlin: Berlin).